Tasteninstrumente
Mit dem Keyboard oder dem E-Piano bieten sich viele Alternativen zum herkömmlichen Klavier. Vor allem die nahezu unbegrenzten Klangvariationen, die Mobilität und natürlich die Möglichkeit, mit einem Kopfhörer, leise im Wohnzimmer – oder ganz laut auf der Bühne zu spielen, machen diese Instrumente bei vielen Musikern sehr beliebt. Je nach Instrument können Keyboards den Klang einer ganzen Band in sich vereinen und dem Spieler so ungeahnte Möglichkeiten bieten. Doch welcher Typ sind Sie? Spielen Sie gerne zu fertigen Rhythmen Ihre Akkordbegleitungen und Melodien? Dann brauchen Sie ein Entertainment-Keyboard. Suchen Sie eine kostengünstige Alternative zum akustischem Klavier dann haben wir sogenannte Digital- oder E-Pianos aller namhaften Hersteller für Sie, sowohl für zu Hause, als auch als transportable Variante, auch Stagepiano genannt. Oder sind Sie eher der kreative Soundtüftler, der „Studioschrauber“, der eigene Klänge kreiert? Der Live-Keyboarder, der immer auf der Suche nach den besten Klangimitationen ist? Dann muss es ein richtiger Synthesizer sein.
Das Keyboard
Begleitautomatik
Eine der Grundfunktionen eines Keyboards ist die so genannte Begleitautomatik. Sie wird durch Akkordgriffe mit der linken Hand gesteuert. Das heißt, man bestimmt die Tonlage der kompletten Begleitung. Wird z.B. ein C-Dur Akkord gegriffen, spielt die Begleitautomatik einen ausgewählten Rhythmus mit, solange der Akkord gehalten wird.
Natürlich stehen auch für die rechte Hand genügend Instrumentenklänge wie Piano, Gitarre, Orgeln, Bläser und vieles mehr zur Verfügung. Für jeden Geschmack der passende Klang; alles in einem Instrument.
Tastatur
Die meisten Keyboards verfügen über 61 Tasten. Es gibt aber auch Modelle mit 76 oder 88 Tasten. Einige der 88 Tasten-Modelle verfügen sogar über gewichtete Tasten wie bei einem akustischen Klavier. Die meisten Modelle verfügen außerdem über eine Anschlagdynamik. Das heißt, man kann die Lautstärke durch den Druck auf die Tastatur beeinflussen. Drückt man nur leicht auf die Tastatur kommt der Klang leise und gedämpft heraus. Bei stärkerem Druck erhöht sich auch die Lautstärke. Bei Modellen ohne Anschlagdynamik ist der Klang also immer gleich laut.
Ausstattung
Keyboards kann man im Großen und Ganzen in drei Kategorien einteilen. Einsteiger, Mittelklasse und Oberklasse.
Die meisten Einsteigerkeyboards verfügen schon über recht viele Funktionen. Es stehen mindestens 100 Klänge und 100 Rhythmen zur Verfügung. Außerdem bieten sie fast alle verschiedene Übungsfunktionen. Noten und teilweise auch Texte können im Display angezeigt werden. Selbst Anschlüsse wie USB sind in der Einsteigerklasse schon vertreten. Falls nicht, hat man auf jeden Fall einen MIDI Anschluss zur Verfügung. Über diese Anschlüsse kann man z.B. einen Computer zum Datenaustausch anschließen. Zum Speichern stehen bei einigen Modellen interne Speicherplätze, oder ein Diskettenlaufwerk zur Verfügung.
Die Mittelklasse-Modelle bieten noch mehr Sounds und noch mehr Rhythmen. Die internen
Speicher bieten mehr Platz. Teilweise gibt es die Möglichkeit, seine Daten auf einem USB Stick zu speichern. Im Allgemeinen ist die Bedienung für den Nutzer vereinfacht. Während man bei der Einsteigerklasse die verschiedenen Klänge noch über ein Nummernfeld auswählt (z.B. 001 Piano), sind die Klänge und Rhythmen in der Mittelklasse direkt anwählbar. Außerdem bieten die Modelle auch Aufnahmemöglichkeiten, um seine eigenen Songs zu erstellen. Die Klangerzeugung ist aufwändiger gestaltet und bietet teilweise schon Klänge aus der Oberklasse.
In der Oberklasse wird dann alles noch mal überboten. Noch mehr Rhythmen, noch mehr Klänge, sehr hochwertige Sounds, interne Festplatten, Effekte, Vocal Harmonist, ...usw.
Für den Professionellen Musiker wird in dieser Kategorie einiges geboten. Das Wichtigste ist natürlich der Spaß an der Musik und den findet man auf jedem Fall bei allen Keyboards.
Das Digital-Piano
Das elektrische Klavier vereint den Spielkomfort eines akustischen Instruments mit den Klangmöglichkeiten der Welt der Elektronik. Nicht zu unterschätzen sind darüber hinaus das Gewicht und vor allem die Tatsache, dass man ein E-Piano zu jeder Tages- und Nachtzeit und ohne Verärgerung der Nachbarn (und der eigenen Familie) spielen kann.
Wenn man Piano lernen möchte, sollte man auf einige Dinge achten. Ein wichtiger Punkt ist die Gewichtung der Tastatur. Wie beim akustischen Klavier wird diese auch bei den Digitalpianos eingesetzt. Es schlagen zwar keine Hämmerchen auf irgendwelche Saiten, sondern man versucht durch kleine Gewichte in der Tastatur die nachzustellen. Die meisten Modelle bieten eine Kunststofftastatur. Bei sehr hochwertigen Modellen gibt es zudem noch Holztastaturen.
Auch Digitalpianos verfügen über verschiedene Sounds. So sind neben Pianoklängen auch E-Pianos, Streicher, Orgeln usw. vorhanden. Bei größeren Modellen gibt es sogar noch mehr Auswahl.
So genannte Ensemble Pianos bieten sogar die Klangerzeugung und Begleitautomatik aus dem Keyboardbereich. Dies ist interessant, wenn man auf ein gutes Piano nicht verzichten möchte, aber gleichzeitig auch Rhythmen und eine Vielzahl an Klängen benötigt.
Synthesizer
Auch im Bereich Einsteigersynthesizer haben einige Hersteller äußerst interessante Produkte im Programm. Synthesizer eignen sich vor allem als Ergänzung zu bestehenden Keyboards/Digitalpianos um diese mit individuellen Sounds anzureichern.
Synthesizer haben in der Regel viele Bedienelemente (Controller), um ggf. viele Parameter in Echtzeit zu beeinflussen. Diese Controllerbewegungen lassen sich intern im Gerät, oder auch extern als so genannte Midicontroller in einer Software aufzeichnen.
Die Sounds der Synthesizer reichen von abgefahren synthetisch, über brutal aggressiv, bis hin zu den warmen, weichen Sounds analoger Synthesizer-Vorbilder.
Umfangreichere Synthesizer tragen meistens als Zusatz den Begriff „Workstation“. In diesen Workstations ist ein Sequenzer (digitales Aufnahmegerät) vorhanden, mit dem man Ideen aber auch komplexe Arrangements digital aufzeichnen kann. Natursounds wie Streicher, Piano, Bläser aber auch komplexe Drumsounds überzeugen natürlich auch die Livespieler unter uns.








