Shure Beta 98 H/C Mikrofon

Mikrofon Shure Beta 98 H/C, Mikrofone
Zoom: Zoom 2x
  • Hauptmerkmal: Instrumentenmikrofon
  • 1. Anwendung: Blasinstrumente
  • 2. Anwendung: Drums/Percussion
  • Kapseltechnologie: Kondensator
  • Richtcharakteristik: Niere
  • Übertragungsbereich: 20 Hz bis 20 kHz
  • Besonderheiten: inkl. Miniatur-Schwanenhals
  • Lieferumfang: Windschutz und Etui
  • Grenzschalldruckpegel: 155 dB
  • Leerlauf-Übertragungsfaktor: 1,6 mV/Pa


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Shure Beta 98 H/C

Das Shure Beta 98H/C (unter der Bezeichnung WB98H/C auch für den Einsatz mit Drahtlos-Systemen erhältlich) ist ein hochklassiges dauerpolarisiertes Kondensatormikrofon mit Nierencharakteristik, das entweder am Schalltrichter von Blasinstrumenten befestigt wird. Der integrierte Schwanenhals und die schwenkbare Klammerverbindung ermöglichen es, das Mikrofon einfach auszurichten und sicher zu befestigen. Ein isolierender Erschütterungsabsorber reduziert die Übertragung von Klappen- und anderen mechanischen Geräuschen. Die im Lieferumfang enthaltene Schwanenhals-Fixierung dient dazu, das Mikrofon bei stärkeren Bewegungen in der optimalen Position zu halten.
Das Beta 98H/C arbeitet mit einer transformatorlosen Vorverstärkerschaltung für eine bessere Linearität über den gesamten Übertragungsbereich, während die Nierencharakteristik für hohe rückkopplungsfeste Verstärkungen und eine hervorragende Unterdrückung unerwünschter Nebengeräusche sorgt. Der hohe maximale Schalldruckpegel ermöglicht die Bewältigung der extremen Anforderungen von Blech- und Holzblas- sowie auch für Percussion-Instrumenten.

Das Beta 98H/C wird mit einem einrastenden Windschutz, einem Etui, einer Schwanenhals-Fixierung und einer Kabel-Haltevorrichtung geliefert. Der Vorverstärker kann mit einer beliebigen 11 - 52 Volt Phantomspeisung betrieben werden. Wo keine Phantomspeisung vorhanden ist, kann das WB98H/C mit dem batteriebetriebenen MX1BP Vorverstärker eingesetzt werden.

MP-Bewertung: Klanglich überzeugt das Beta 98 H/C mit ausgewogenem Kondensatortypischen brillantem Sound. Ein klasse Mikrofon für viele
Blechblasinstrumente. 6 Sterne.

Bewertungslegende:
1 Stern - es sollte nachgebessert werden!
2 Sterne - befriedigendes Gesamtergebnis!
3 Sterne - Preis/Leistung stimmt!
4 Sterne - sehr zu empfehlen!
5 Sterne - besonders zu empfehlen!
6 Sterne - unschlagbares Topgerät!


Mikrofon für Blasinstrumente!
Die sehr große Gruppe der Blasinstrumente wird traditionellerweise in Blechblas- und Holzblasinstrumente unterteilt. Leider ist diese recht grobe Einteilung teilweise etwas irreführend, und die Zuordnung der Instrumente erscheint nicht immer logisch. So wird beispielsweise das Saxophon zu den Holzblasinstrumenten gezählt, obwohl es aus Metall gefertigt ist. Bei diesem Instrument besteht lediglich das Rohrblatt des Mundstückes aus Holz, was allgemein als Rechtfertigung für die Klassifizierung als Holzblasinstrument angesehen wird.

Blechblasinstrumente sind sogenannte Lippenblasinstrumente. Die Abnahme dieser Instrumente ist relativ einfach. Alle Frequenzen werden ausschließlich durch den Trichter abgegeben. Hierdurch ergibt sich eine symmetrische, relativ gleichmäßige Abstrahlcharakteristik. Da das erzeugte Signal laut ist, wird es auf der Bühne kaum Probleme mit akustischen Rückkopplungen geben.

Eine (B-) Trompete hat einen Grundtonbereich von ca. 165 Hz bis 1.5 kHz. Sie erzeugt sehr ausgeprägte Obertöne, die bis über 10 kHz hinausragen. Der Obertonanteil ist abhängig von der Spielstärke. Die Trompete ist eines der lautesten Instrumente überhaupt. An einer Trompete zeigt sich sehr gut die schallverstärkende Wirkung eines Exponentialhorns. Es ist schon erstaunlich, dass man nur mit dem Mund einen Ton erzeugen kann, der in der Lautstärke einem 200 W-Lautsprecher bei voller Leistung gleichkommt. Im Trichter der Trompete und kurz davor können auch bei normalem Spiel Schalldruckpegel von 145 dB leicht erreicht werden.

Bei diesen Werten verzerren die meisten Kondensatormikrofone, und selbst dynamische Mikrofone stoßen an ihre Grenzen. Kondensatormikrofone sollten daher immer mit Abschwächer benutzt werden.

Die Trompete strahlt tiefe Frequenzen unter 500 Hz kugelförmig nach allen Seiten ab. Erst oberhalb 500 Hz beginnt die Richtwirkung. Bei 1.000 Hz beträgt der Abstrahlwinkel noch 90°, bei 3.000 Hz ca. 45 °, und bei 4.000 Hz ist er bereits auf etwa 30° gesunken.

Auf der Bühne ist die Verwendung von dynamischen Mikrofonen am unproblematischsten.

Die Posaune hat einen Tonumfang von 82 Hz bis knapp über 500 Hz. Die tiefsten Töne liegen eine Oktave tiefer als bei der Trompete, wobei die Stärke der Obertöne auch hier von der Spielweise abhängt. Die höchsten Obertöne reichen bis ca. 10 kHz. Das Abstrahlverhalten ähnelt dem der Trompete, ist jedoch wegen des größeren Trichters etwas zu den tiefen Frequenzen hin verschoben. So erfolgt die kugelförmige Abstrahlung nur bis 400 Hz und wird ab da zunehmend gerichtet. Die Schallbündelung ist bei den hohen Frequenzen insgesamt etwas stärker ausgebildet als bei der Trompete. Die max. Lautstärke auf einen Meter beträgt etwa 110 dB. Die Posaune ist daher bezüglich hoher Schalldruckwerte etwas unproblematischer als eine Trompete.

Die Tuba ist das tiefste Blechblasinstrument im Orchester. Der tiefste Ton hat nur 29 Hz. Die Tuba hat einen noch geringeren Obertongehalt als die Posaune. Die höchsten Obertöne reichen nur bis ca. 2 kHz. Die max. Lautstärke einer Tuba erreicht auf einen Meter ca. 100 dB. Da das Instrument bei großen Lautstärken jedoch nicht klingt, wird es selten so laut gespielt. Es ist in der Regel kaum mit Werten über 90 dB zu rechnen, so dass Übersteuerungen kein Problem darstellen. Die Richtcharakteristik ähnelt den anderen Blechblasinstrumenten, die Schallbündelung ist jedoch noch ausgeprägter. Bis ca. 75 Hz ist die Abstrahlung kugelförmig, danach wird sie immer stärker gerichtet. Bei 2.000 Hz beträgt sie nur noch etwa 30°. Die Mikrofonauswahl kann wie bei der Posaune erfolgen.

Saxophone werden in unterschiedlichen Stimmlagen gebaut. Es gibt sie als Bariton (sowie ganz selten als Bass), Tenor, Alt und Sopran. Während Alt und Tenor die saxophontypische S-Form aufweisen, ist das Sopran-Saxophon (meistens) in gerader Bauform gefertigt. Die Frequenzlage ist natürlich von der Stimmlage abhängig. Die am häufigsten eingesetzten Saxophone sind wohl das Tenor und das Alt. Ersteres hat einen Grundtonberei ch von 228 Hz bis 1.397 Hz. Die Obergrenze des Klangspektrums liegt bei etwa 16 kHz. Das Saxophon ist ein sehr ausruckstarkes Instrument, mit einer recht weiten Klangfarbenpalette. Neben reinen Obertönen sind je nach Spielweise Anblasgeräusche stark vertreten.

Das Abstrahlverhalten eines Saxophons ist sehr ungleichmäßig. Der Schall wird vom Trichter aber auch von den Klappen abgestrahlt. Die Mikrofonplatzierung hat daher einen großen Einfluss auf den Klang. Es ist möglich und auf lauten Bühnen auch empfehlenswert, das Mikrofon auf den Schallbecher zu richten. Vorteilhaft dabei ist, dass es kaum ein Übersprechen von anderen Instrumenten gibt und die Klappengeräusche nicht so laut übertragen werden. Es besteht allerdings die Gefahr, dass störende Luftgeräusche auftreten können.

Wird das Mikrofon nicht direkt auf den Schallbecher, sondern etwas nach oben abgewinkelt dazu ausgerichtet, ist der Klang etwas wärmer oder auch natürlicher, da zusätzlich der Schall von den Klappenöffnungen miteingefangen wird. Ein Nachteil sind die stärkeren Klappengeräusche. Ebenso ist die Gefahr des Übersprechens anderer Instrumente größer, denn die Schallabstrahlung der Klappen ist nicht so laut wie die aus dem Schallbecher.

Abgesehen von vielen universellen Miniatur-Kondensatormikrofonen gibt es ein Abnehmersystem, das sich insbesondere auch für die Querflöte eignet. Ein besonders geeignetes Mikrofonsystem ist sicherlich das LCM/70 von SD Systems. Die Riege der Endorser spricht da für sich: Bob Berg, Stan Getz, Bill Evans, Kenny Garrett... Für die Abnahme eines (geraden) Sopransaxophons ist der Schallanteil von den Klappen unverzichtbar, so dass man wie bei der Klarinette um eine Abnahme mit zwei Mikrofonen meistens nicht herumkommt. Auch hierfür bietet SD Systems ein passendes System - das LCM/80- an.
Shure
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