Shure Beta 91 Mikrofon

Mikrofon Shure Beta 91, Mikrofone
Zoom: Zoom 2x
  • Hauptmerkmal: Instrumentenmikrofon
  • 1. Anwendung: Bass Drum
  • 2. Anwendung: Flügel
  • Kapseltechnologie: Kondensator
  • Richtcharakteristik: Niere
  • Übertragungsbereich: 20 Hz bis 20 kHz
  • Besonderheiten: Grenzflächenmikrofon
  • Lieferumfang: Etui
  • Grenzschalldruckpegel: 156 dB
  • Leerlauf-Übertragungsfaktor: 1,12 mV/Pa


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Shure Beta 91

Als konkurrenzlos gilt das Beta 91 unter professionellen Anwendern, wenn es um die Abnahme von Bass Drum und anderen tieffrequenten Instrumenten geht. Das Beta 91 ist ein dauerpolarisiertes Grenzflächen-Kondensatormikrofon, das sogar bei extrem hohen Schalldruckpegeln im Inneren der Bass Drum mit exzellenter Ansprache und maximalem Punch Tonaufnahmen in Studioqualität liefert. Das auf die Abnahme von lauten Basssignalen zugeschnittene Grenzflächen-Design sorgt dabei für kraftvolle, massive Tiefbässe. Die Halbnierencharakteristik des Beta 91 bietet hohe rückkopplungsfeste Verstärkungen und eine hervorragende Unterdrückung von unerwünschten Nebengeräuschen, was es zum idealen Live-Mikrofon macht. Dabei kann dank des flachen Profils auf zusätzliches Befestigungsmaterial verzichtet werden, und das robuste Triple-Flex®-Kabel stellt eine bemerkenswerte Verbesserung gegenüber seinem äußerst erfolgreichen Vorgänger, dem SM91A dar.

MP-Bewertung: Bei diesem Grenzflächenmikrofon stimmt alles! Der Sound, die Flexibilität, die Audio Performance - einfach alles. 5 Sterne.

Bewertungslegende:
1 Stern - es sollte nachgebessert werden!
2 Sterne - befriedigendes Gesamtergebnis!
3 Sterne - Preis/Leistung stimmt!
4 Sterne - sehr zu empfehlen!
5 Sterne - besonders zu empfehlen!
6 Sterne - unschlagbares Topgerät!


Mikrofon für die Schlagzeugabnahme!
Die Mikrofonabnahme des Schlagzeugs ist sowohl auf der Bühne als auch im Studio eine recht komplexe Angelegenheit und deshalb auch ein kontroverses Thema. Gerade beim Schlagzeug spielt die Wahl der Mikrofone und deren Positionierung eine sehr große Rolle. Es ist wohl eine Eigenart dieses Instruments, dass bei geschickter Aufnahmetechnik selbst aus einer relativ „billigen Schießbude“ über die PA-Anlage noch ein erstaunlich guter Sound gezaubert werden kann.

So bieten sich für die Abnahme der Bass Drum neben herkömmlichen Kick-Mic’s Grenzflächenmikrofone an. Wird z.B. das Mikrofon auf eine Platte montiert und entweder in die Bass Drum oder direkt davor platziert, ergibt sich ein erstaunlich knackiger Bass Drum Kick.

Für die Snare und die Toms eignen sich Mikrofone mit Nierencharakteristik, die auf Grund ihrer Richtwirkung Signalanteile von der Mikrofonrückseite sehr gut unterdrücken können. Weil sie großen Schalldruck verarbeiten, ermöglichen sie die Abnahme dieser sehr lauten und perkussiven Instrumente.

Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten der Mikrofonanordnung. Werden die Mikrofone an der Tom-Oberseite nur wenige Zentimeter oberhalb des Schlagfells platziert, so ist der Anschlag der Stöcke sehr deutlich zu hören. Der Klang ist sauber und ohne störende Resonanzen. Nachteilig ist jedoch das Übersprechen benachbarter Schallquellen.

Um das Übersprechen zu verringern, können die Mikrofone auch in den Tom-Kesseln befestigt werden. Das Anschlagsgeräusch tritt jetzt zwar etwas in den Hintergrund, dafür bekommen die Toms etwas mehr „Toncharakter“. Für welche der beiden Mikrofonanordnungen man sich entscheidet, ist wiederum Geschmackssache. Am besten probiert man beide Varianten aus.

Es gibt immer noch den Irrglauben, dass die Becken eines Schlagzeuges hauptsächlich Frequenzen über 5 kHz abgeben. Zwar ist in dem Klanggemisch im Unterschied zu anderen Instrumenten kein eindeutiger, tiefer Grundton herauszuhören, dennoch wird ein sehr breitbandiges Signal erzeugt, das den weiten Frequenzbereich von 100 Hz bis 20 kHz abdecken kann.

Um das gesamte Spektrum zu erfassen, kann ein Mikrofon am Beckenrand platziert werden. Wird allerdings das Becken mehrmals angeschlagen, so gerät es auf dem Ständer leicht ins Pendeln. Dadurch ändert sich der Abstand zum Mikrofon und es treten periodische Lautstärkeschwankungen auf. Bei der Platzierung in der Beckenmitte (egal ob über oder unter dem Becken) dagegen ist dieses Problem minimal. Da das Mikrofon recht nahe am Becken platziert werden kann, ist zudem das Nutzsignal sehr laut, so dass es auch keine Probleme mit dem Übersprechen geben dürfte.

Wegen des weiten Frequenzbereichs liegt es nahe, Kondensatormikrofone für die Beckenabnahme einzusetzen. Der erwünschte seidige Klang wird mit dem dynamischen Modell einfach nicht erreicht.

Der Grundsound der Bass Drum liegt je nach Stimmung und Durchmesser bei etwa 50 Hz. Der Obertongehalt ist abhängig von Trommelfell, Material und Konstruktion des Schlegels sowie der Dämpfung. Deutliche Obertöne liegen bei max. 2 - 3 Oktaven über dem Grundton. Die Schlaggeräusche tragen mit Obertönen bis zu 5 kHz (!) zum Gesamtklang bei.

Damit die Bass Drum nicht so „wummert“, wird sie in den meisten Fällen abgedämpft. Das erforderliche Maß an Schalldämpfung kann nur durch Probieren ermittelt werden. Die Mikrofonabnahme der Bass Drum ist unproblematisch. Am besten wird das Mikrofon mit einem kurzen Stativ so positioniert, dass es durch das Loch im Resonanzfell in die Trommel ragt. Neben einem guten Klang hat das den Vorteil, dass das Übersprechen unerwünschter Schallquellen besonders bei den hohen Frequenzen effektiv unterdrückt wird.

Die verwendeten Mikrofone müssen natürlich eine gute Basswiedergabe haben. Da in der Bass Drum lautstarke Impuls auftreten, können einige schalldruckempfindliche Kondensatormikrofone nicht genutzt werden. Meistens reichen für die Abnahme dynamische Typen. Werden Kondensatormikrofon benutzt, muss darauf geachtet werden, dass sich dieser Mikrofontyp (– vor allem im Bassbereich –) grundsätzlich neutraler verhält als die dynamischen Verwandten. So hat z.B. das AKG D112 bei 100 Hz eine deutliche Bassbetonung.

Auch die Platzierung des Mikrofons in der Bass Drum spielt klanglich eine Rolle. Der Abstand zum Fell sollte 10 – 15 cm betragen. Die exakte Ausrichtung ist wiederum reine Geschmackssache. Bei der Verwendung von Kondensatormikrofonen muss beachtet werden, dass in der Fellmitte die stärksten Impulse auftreten, und die Verzerrungen dort am größten ist.

Mikrofon für Klavier/Flügel!
Kaum ein anderes Instrument bereitet im Hinblick auf eine klanglich optimale Mikrofonabnahme so viele Schwierigkeiten wie der Flügel. Zum einen besitzt dieses Instrument einen recht große Dynamikumfang, wobei je nach Spielweise ein sehr perkussives Klangverhalten mit schnellen Impulsen erreicht werden kann. Zum anderen stellt ein Flügel einen sehr großen Klangkörper dar. Das Abstrahlverhalten ist dabei stark frequenzabhängig und die Richtcharakteristik sehr unregelmäßig, so dass eine leichte Positionsänderung des Mikrofons große klangliche Unterschiede bewirkt.

Große Flügel haben einen Frequenzumfang von 27.5 Hz bis 4.100 Hz (Grundtonumfang). Die tiefen Bässe werden im Vergleich zu Tönen um 150 Hz etwa 20 dB leiser wiedergegeben. Während tiefe Töne bei hartem Anschlag recht obertonreich sind (max. 3 kHz, d.h. fast sechs Oktaven), nimmt der Obertongehalt bei den hohen Lagen stark ab. Das Schallsignal hoher Töne verläuft – auch bei lautem Anschlag – fast sinusförmig, mit Obertönen bis max. 11 kHz. Das sind nur etwa 1.5 Oktaven. Allerdings werden die von der mechanischen Tastatur erzeugten Anschlaggeräusche bei den hohen Lagen nicht mehr so gut überdeckt und nehmen scheinbar zu.
Bei der Abnahme auf der Bühne muss man mit den Mikrofonen sehr nahe an den Flügel heran, um Rückkopplungen und das Übersprechen mit den Mikrofonen anderer Instrumente zu vermeiden. Die Abnahme mit nur einem Mikrofon ist praktisch nicht möglich, da der Flügel eine zu große Schallquelle darstellt. Die Platzierung ist letztlich immer ein Kompromiss. Bevorzugt werden Grenzflächen-Mikrofone, die innen am Deckel befestigt werden. So kann der Deckel geschlossen und die Gefahr einer Rückkoppelung effektiv auf ein Minimum reduziert werden.

Das Klavier ähnelt in seinen akustischen Eigenschaften sehr dem Flügel, deshalb kann im Prinzip die gleiche Art der Mikrofonabnahme erfolgen. Beim Bühneneinsatz werden die Mikrofone in das Klavier gehängt bzw. geklebt. Es können die gleichen Mikrofontypen wie bei der Abnahme des Flügels benutzt werden.
Shure
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